Beziehung

    Frische Beziehung und Social Media: Wo ist die Grenze?

    Laura Martin
    Laura Martin

    Anfängliche Gefühle verblassen oft, wenn Social Media zum Problem zwischen zwei Menschen wird. Wo sind die Grenzen, vor allem in frischen Beziehungen?

    Frau schaut auf ein Smartphone
    Social Media sorgt bei Singles, die nach Liebe suchen, oft auch für Verunsicherungen. - Depositphotos

    Gerade in der Kennenlernphase und in neuen Beziehungen sorgt Social Media oft für Verunsicherung und Konflikte. Häufig kommt es zur Misskommunikation.

    Wenn der Rückzug droht

    Immer am Ball sein, ruckzuck kommentieren: Ständige Nachrichten auf jeder Plattform können schnell nerven. Ein gewisses Mass an Zurückhaltung ist oft attraktiver.

    Emotionale Ausbrüche, auch in Schriftform, können auf andere schnell etwas einschüchternd oder gar abschreckend wirken. Das Gegenüber weiss vielleicht nicht so recht, wie es darauf reagieren soll. Die Folge: Rückzug.

    Sicher, es gibt Meinungen, die wollen laut und deutlich vertreten werden. Wer das mit einer sehr aufdringlichen Vehemenz tut, muss damit rechnen, dass das manchen Personen vielleicht zu viel ist.

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    Politiker nutzten offizielle E-Mails auch auf Datingseiten – riskant für Erpressung. (Symbolbild) - pexels

    Gehen die politischen Gesinnungen ohnehin extrem auseinander, ist das vielleicht auch nicht verkehrt.

    Überschneidet sich ein wenig mit dem Thema Kommunikation: Wenn man ununterbrochen auf alles von der Gegenseite mit einem «Like» reagiert, ist das vielleicht nett gemeint. Es kann aber gut sein, dass sich das Objekt der Begierde ein wenig bedrängt fühlt.

    Nutzen Sie Social Media bewusst und mit Bedacht

    Unvorteilhafte Details oder peinliche Fotos können das Interesse des Gegenübers schnell schmälern. Es lohnt sich, genau zu überlegen, was man postet. Im Normalfall denkt man ja auch nach, bevor man spricht.

    Gerade, wenn man an jemanden interessiert ist, ist es bis zu einem gewissen Grad verständlich: Man möchte möglichst viel über den anderen wissen.

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    Gerade zu Beginn einer Romanze möchte man viel über den anderen erfahren. Ein wenig Zurückhaltung macht sich trotzdem gut. - Pexels

    Dennoch kann eine intensive Durchforstung der Vergangenheit einer Person als Vertrauensbruch angesehen werden.

    Vorsicht bei «Liebesbekundungen»

    Wenn sich die Sache erst anbahnt, sollte man Vorsicht walten lassen. Hat man das dringende Bedürfnis, seine Zuneigung in die Welt hinauszuposaunen, ist Social Media möglicherweise nicht der richtige Ort.

    Landet zu viel Information über die frische Romanze im Netz, kann das vor allem bei zurückhaltenderen Personen Unbehagen auslösen. Auch wenn der Schwarm scheinbar wenig in sozialen Netzwerken unterwegs ist: Das bedeutet nicht, dass er nicht mitbekommt, was man postet.

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    Bevor es zum Kontaktabbruch kommt: lieber vorab über Grenzen sprechen. - Pexels

    Daher ist es besser, vorsichtig zu sein und nichts zu teilen, was den anderen unnötig verärgern könnte. Zumal es ohnehin kein gutes Licht auf einen wirft, wenn man sich über andere auslässt. Gleich, ob im Netz oder in der «realen» Welt.

    Netiquette vereinbaren?

    Wenn die Beziehung ganz frisch ist, ist's vielleicht etwas früh. Insgesamt kann es aber eine gute Idee sein, darüber zu reden, wie man als mögliches Paar im Netz auftreten möchte.

    Was sind die jeweiligen Gewohnheiten und Vorlieben in den sozialen Medien? Ein entsprechender Austausch kann helfen, Grenzen festzulegen und Probleme im Voraus zu vermeiden.

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