Wo ist Mr. Right? Tipps zu Plattformen und Orten für Schwule

Laura Martin
Laura Martin

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Für Männer ist die Suche nach Mr. Right oft eine heikle Angelegenheit. Wo trifft man einen guten Kerl, der an einer Beziehung interessiert ist?

Die Suche nach der Liebe ist eine Herausforderung, auch und gerade für Homosexuelle.
Die Suche nach der Liebe ist eine Herausforderung, auch und gerade für Homosexuelle. - Depositphotos

Schwule gehörten zu den ersten Nutzern von Online-Dating-Apps und -Websites.

Der Grund dafür ist einfach: Diese Plattformen geben Auskunft über die sexuelle Identität potenzieller Partner, was vor unangenehmen Überraschungen schützt.

Sicher, es gibt Schwulen-Bars, aber wer schon einmal in einer war, weiss, dass diese oft überfüllt sind. Und nicht selten herrscht dort ein schwer unterscheidbarer Mix aus Schwulen und Heteros.

Rein ins echte Leben

Ausserdem ist es häufig so, dass nur wenige dort tatsächlich auf der Suche nach einer Beziehung sind. Apps sind daher recht angesagt, besonders unter schwulen Männern.

Doch das garantiert kein Liebesglück – eine Studie im Magazin «Psychology & Sexuality» hat gezeigt: Diejenigen, die per App auf der Suche nach Dates oder gar Beziehungen sind, sind weniger zufrieden.

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Er wollte nur den Quickie, Sie aber eine echte Beziehung? Kommunikation zwischen zwei Menschen ist alles. - Depositphotos

Zudem haben sie ein geringeres Selbstwertgefühl und empfinden mehr Einsamkeit als jene Nutzer, die darüber primär sexuelle Kontakte suchen.

Viele Wege führen zu Mr. Right

Doch es gibt Alternativen, andere Männer kennenzulernen. Eine gute Möglichkeit zum Beispiel ist, Bekanntschaften über bereits bekannte Homosexuelle zu machen.

Also raus aus dem Haus – und ab zur Party. Eine andere Idee sind bestimmte Sportvereine, speziell für Schwule beispielsweise.

Solche Vereine bieten – neben der Möglichkeit, den eigenen Body zur Schau zu stellen – eine gute Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und potenzielle Partner zu treffen.

Freiwilligenarbeit und Fetisch-Veranstaltungen

Oder wie wäre es mit Freiwilligenarbeit in LGBTQ+-Organisationen? Diese sind nicht nur gut für die Seele und die Community, sondern bieten auch eine Plattform, um Gleichgesinnte kennenzulernen.

Fragen nach sexuellen Vorlieben können sehr persönlich sein, sind aber viel weniger tabu in sexpositiven Räumen.

Nimmt man an einer Veranstaltung teil, die sich einem Fetisch widmet, lässt sich davon ausgehen, dass andere Teilnehmer dieselben Interessen haben wie man selbst.

Die besten Dating-Apps für Schwule

Trotz des Mangels an spezialisierten Apps: Es gibt einige Plattformen wie Bumble oder Tinder, die ihre Optionen erweitert haben und mehr Möglichkeiten für queere Menschen bieten.

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Und wenn man nicht mehr im Party-Alter ist? Dann müssen andere Möglichkeiten her, um Mr. Right zu finden – etwa der Tennis-Club oder der Jazz-Abend. - Depositphotos

Andere Plattformen wie OkCupid gehen noch einen Schritt weiter. Sie bieten 22 Geschlechts- und 13 Sexualorientierungsoptionen zur Auswahl an.

In anderen Worten: Es gibt viele Wege zum Ziel. Ob online oder offline – wichtig ist vor allem Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen.

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